Reisen mit Säugling und Kleinkindern in Süd Amerika

Samstag, 22. November 2014

von Valdes nach Rio Gallegos

..., Valdés ist eine Reise wert, die riesigen Tiere, die wir in ihrer natürlichen Umgebung beobachten können, haben uns sehr beeindruckt.

Wir packen unser Zuhause und rollen Richtung Süden.
In Puerto Madryn wird Wäsche gewaschen, eingekauft, auch unser Auto braucht hin und wieder eine Wäsche. Wir treffen Jürgen und Gabi, die viel Unterstützung brauchen, nach dem sie auf Valdes mit ihrem Fahrzeug umgekippt sind. Sie sind gesund und das Auto und die Kabine werden gerichtet. Es wird Zeit brauchen um den Unfall zu verarbeiten. 

Wir biegen von der RN 3 ab und fahren nach Gaiman, eine ungewöhnliche kleine Stadt, wo man nach walisische Art gut Tee trinken kann, auf alle Fälle ein Abstecher wert. Sogar die Prinzessin Diana war hier, :-) 

Aber gut die Streckenwahl ist jeden selber überlassen, die RN 1 bietet nach Trelew Richtung Camarones und von dort weiter nach Puerto Visser wo man wieder auf die RN 3 kommt eine wunderbare Abwechslung. Die Pinguinkolonien und die wechselnde Landschaft beeindruckt uns, noch mehr beeindruckt auch unsere Tankanzeige die mehr als nichts mehr anzeigt. Wir rollen aber mit den letzten Tropfen bis Comodoro Rivadavia, wo alles nachgefüllt werden kann. 

Da wir letzte Nacht mitten im nirgendwo in der Pampa Salamanca übernachteten, wo der Wind uns um das Auto wehte, zumindest konnte die Petra nicht schlafen und die Kinder fragten ob wir auf einen Schiff sind, den das Auto wackelte wie auf hoher See, ist heute ein Campingplatz mit Windschutz gefragt, gesucht und gefunden in Rada Tilli, ein sehr guter Campingplatz!
Wir blieben auch gleich drei Nächte, denn bei dem Wind wollte niemand weiterfahren. Dafür trafen wir nach der Reihe andere Reisende, liebe Bekannte auf dem Campingplatz, denn der Wind kann heftig sein. Als besonderen Höhepunkt war jeden Tag unsere Wanderung entlang der Strandpromenade zum anderen Ende der Stadt zum Eisverkäufer. Entlang der Promenade kann man die unterschiedlichsten Villen bewundern, denn ohne Bauordnung konnte sich hier jeder sein Schloss bauen, sehr schön muss ich sagen.

So, Wind hin oder her bevor wir Lagerkoller bekommen, fahren wir zum Monumento Natural Bosques Petrificados, nie hätte ich gedacht, dass die versteinerten Bäume die ganze Familie verzaubern. Sehr beeindruckend, wie auch der Wind der konstant mit ca. 80 km/h über die einsame Landschaft weht, das oft einige Tage.

Puerto San Julian, unser nächstes Ziel wo wir das Schiff Magellans gleich zwei Tage lang erkunden. Leider hat sich hier der David seine erste nennenswerte Verletzung geholt -eine tiefe Wunde am Kopf. Er ist sehr tapfer und beim Verbinden hilft die ganze Familie. Danke an dieser Stelle an Wolfgang der uns mit entsprechenden Verbandsmaterial versorgt hat, leider ist der Bedarf so groß, dass wir langsam Nachschub benötigen :-) .

Wir merken nach gut über einem Monat reisen wie sich unser Tempo verlangsamt, wir bleiben öfter stehen und nach kürzeren Tagesetappen bleiben wir mal, wo es uns eben gefällt, diesmal auf der kleinen Insel Pavon auf dem Fluss Santa Cruz, wirklich ein kleines Paradies. 

Somit ergibt sich unerwartet viel Sehenswertes auf der Streckec, die als eher öde von vielen Reisenden beschrieben wird.

Ja der Wind, viel haben wir darüber nachgedacht als wir in Iguaçu gestanden sind und uns den Kopf über unsere Route zerbrachen. 
Aber der weht nicht immer, es gibt auch Pausen, er wird nicht schlimmer je weiter man in den Süden fährt. Wenn aber der Wind geht dann ist er heftig und sehr unangenehm für die ganze Familie, obwohl die Kinder erstaunlich gut damit umgehen. 

Nun, ich kann das nicht, das mit dem Tanken, den vor Rio Gallegos ist der Tank leer, meine 150 Liter sind verbrannt, den mit dem Wind und unserer zügigen Fahrweise stieg der Verbrauch auf 14 Liter. Somit hole ich noch einige Liter aus unsere Standheizung und mit viel beten meinerseits rollen wir zur YPF Tankstelle, denn die letzten 60 km hat die Anzeige nur einen Strich angezeigt. 

Eine kleine Sortierung von unseren Lebensmitteln, denn bei der Grenze nach Chile ist es nicht erlaubt alles einzuführen, frischens Obst und Gemüse, offenes Fleisch sowie Honig um einiges zu nennen. Aber man braucht nicht viel zu bunkern oder im Auto zu verstecken, denn in Feuerland gibt es sehr gut sortierte Lebensmittelgeschäfte.

Also auf nach Feuerland und ans Ende der Welt,...:-) 












































Mittwoch, 5. November 2014

von Buenos Aires nach Valdes

..., Geldwechseln in Buenos Aires auf dem Blue Market. Zur Zeit gibt es einen inoffiziellen Wechselkurs, der für Leute mit Dollar und Euro sehr von Vorteil ist. Man sollte nur nicht glauben oder meinen, dass der Kurs endlos steigt und man nur Gewinne machen kann. Bei unserem ersten Wechsel erhielten wir für einen Euro 18,6 Pesos und ein Monat später waren es 17,4 Pesos, immer noch viel besser als der offizielle Wechselkurs der bei etwa 11 Pesos liegt.
In kleineren Orte kann es mühsam sein Geld zu wechseln und man muss mit erheblichen Kursschwankungen rechnen. US-Dollar gehen einfacher zu wechseln als Euro.

Mit den Taschen voller Geld geht es Richtung Süden. Aber das Wetter, ja das ist bei unserer Reise nicht zu unterschätzen! Es regnet.

Da es auf den 1500 km nach Valdés wenig Abwechslung gibt, werden die YPF Tankstellen bewertet, so wie die Spielplätze :-)
Wir parken uns wie öfter auf dieser Strecke zu einer YPF Tankstelle, möglichst windgeschützt, denn es sieht nach Sturm aus. Kein Problem bei der Hausmauer. Seit dieser Nacht wissen wir wie es ist, wenn man neben einem Schiffsmotor schläft. Irgend wann am Abend ist der Generator angesprungen, wir meinten nur für kurz und bei dem Sturm wollten wir auch nicht umparken. In der früh lief der Generator immer noch wir hatten schlechte Laune und Kopfweh. Als Trost gab es für uns alle warme Duschen :-)

Die Strecke ist lang und mit Kinder nicht leicht in Etappen zu teilen, aber die Halbinsel Valdés entschädigt uns für die Strapazen, wir bleiben eine Woche und genießen die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung. Die Kinder haben eine Freude, obwohl Tobias vor den Walen grossen Respekt zeigt, denn die seien so gross und wir so klein und schwach. Ich meine er hat recht, denn ein Schlag mit seiner Schwanzflosse würde bei den Booten reichen und viele Menschen würden baden gehen.

Auf Valdés und Umgebung trifft man viele Reisenden mit denen man sich austauschen kann, es ist sehr spannend für mich und die Kinder die unterschiedlichen Fahrzeuge kennenzulernen. Immerhin wohnen wir alle auf so einem rollenden Schiff :-)